Gewindebolzen für Ventile und Wärmetauscher in B16
Dieses Case Study beschreibt Gewindebolzen für Ventile und Wärmetauscher, deren Besonderheit in den großen Abmessungen sowie im Werkstoff B16 liegt.
In besonders anspruchsvollen Oil-&-Gas-Anwendungen wie petrochemischen Anlagen, thermischen Kraftwerken und Raffinerien arbeiten Ventile und Wärmetauscher unter extremen Temperatur- und Druckbedingungen. Die Befestigungselemente – insbesondere Gewindebolzen – müssen dabei gewährleisten:
- mechanische Dichtheit trotz thermischer Ausdehnung und häufiger Lastzyklen;
- Beständigkeit gegen Kriechverhalten und Hochtemperaturverformung;
- metallurgische Kompatibilität mit Flanschen, Ventilen und Dichtungen;
- stabile und präzise Gewinde auch nach mehrfachen Montage- und Demontagezyklen;
Technische Eigenschaften der Gewindebolzen für Ventile und Wärmetauscher
Für einen wichtigen Kunden aus dem Oil-&-Gas-Sektor hat EFS großdimensionierte Gewindebolzen mit folgenden Spezifikationen geliefert:
- Werkstoff: ASTM A193 B16 (hochtemperaturbeständiger legierter Stahl)
- Abmessungen: Ø 2” 3/4 x 571 mm
- Gewinde: 8UN-Feingewinde mit finaler Nachbearbeitung des Gewindes
- Zugehörige Komponenten: 2 Muttern ASTM A194 Gr.7
Die Gewindebolzen wurden sowohl für Hochdruckventile als auch für Wärmetauscher im Dauerbetrieb bei über 500°C eingesetzt.
Warum B16 als Werkstoff?
Die Wahl von ASTM A193 B16 ergibt sich aus den Anforderungen an den Einsatz in Umgebungen mit Temperaturen bis zu 550–600°C bei gleichzeitig hoher mechanischer Festigkeit. Dieser legierte Stahl mit Chrom- und Molybdänanteil ist ausgelegt, um Kriechverhalten, Verformung und Hochtemperaturoxidation zu widerstehen.
Das 8UN-Feingewinde bietet:
- größere Kontaktfläche zwischen Innen- und Außengewinde,
- höhere Stabilität der Verbindung auch bei Vibrationen,
- Möglichkeit zur Übertragung hoher Vorspannkräfte ohne Gewindeschädigung.
Die Gewindenachbearbeitung (Thread Recut) ist entscheidend, um exakte Toleranzen nach Wärmebehandlung oder Beschichtungsprozessen sicherzustellen.
Die Muttern aus ASTM A194 Gr.7 gewährleisten metallurgische Kompatibilität und vergleichbare mechanische Festigkeit, wodurch kritische Paarungen vermieden werden.
Normative Referenzen
Die Lieferung erfolgte gemäß den wichtigsten technischen Normen der Branche:
- ASTM A193: technische Spezifikation für Gewindebolzen in Hochtemperatur- und Hochdruckanwendungen;
- ASTM A194: Muttern für kritische Anwendungen mit hochfesten Werkstoffen;
- ASME B16.34: allgemeine Anforderungen für Industrieventile;
- API 6A: Standard für Komponenten in Öl- und Gasbohrungen;
- EN 10269: Auswahl von Stählen für Hochtemperatureinsatz.
Alle Gewindebolzen wurden mit 3.1-Zertifikat geliefert, vollständig rückverfolgbar und einer dimensionalen sowie visuellen Prüfung gemäß Kundenspezifikation unterzogen.
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Referenzen
Normen ASTM A193
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